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Rhabarberduft liegt in der Luft

Wenn das Gemüsebeet aus dem Winterschlaf erwacht, dann mit einem Paukenschlag! Leuchtend pink, herrlich duftend, bereichert der Rhabarber unseren Speiseplan von süß bis herzhaft! Vom klassischen Kuchen, bis zur edlen Fleischbeilage, die süß-sauren Stangen sind ein Alleskönner in der Küche, in der Backstube sowie an der Bar. Aufgrund der hohen Nachfrage ist es kein Wunder, dass das ursprünglich aus China stammende Knöterich Gewächs großflächig industriell angebaut wird – auch regional! Der Familienbetrieb Nefzger aus der Region Augsburg bewirtschaftet 6 Hektar Anbaufläche. Pflanzung und Ernte sind noch reine Handarbeit!

Rot, grün oder rot-grün

Grundsätzlich wird bei den Rhabarber Sorten nach der Farbe der Stiele unterschieden. Während der grün-stielige Rhabarber deutlich saurer schmeckt und sich somit eher für herzhafte Gerichte eignet, punktet der rote Verwandte durch seine milde Süße. Besonders beliebt, der Himbeer-Rhabarber, dessen Stiele und Enden eine oft knallpinke Färbung aufweisen. „Frambozen Rood (Himbeer-Rhabarber) duftet nicht nur sommerlich nach Himbeere und Erdbeere, sein Fleisch ist zudem zart mit einem milden Aroma – da stimmt die Balance zwischen fruchtig und sauer. Die Sorte hat breite Stiele und man muss sie nicht schälen. Das ist in der Gastronomie ein großer Vorteil“, so Peter Nefzger.

Von Marmelade bis Rhabarberlikör

Rhabarber schmeckt dank Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure besonders fruchtig und eignet sich somit für die verschiedensten Zubereitungsarten. Rhabarberkuchen mit Streusel ist der unbestrittene Klassiker und darf um diese Jahreszeit auf keinem Kuchenbuffet fehlen. Kombiniert mit frischen Erdbeeren, zum Beispiel in Marmeladen, Kompotts oder Sirup, verleiht Rhabarber auch süßen Beeren eine leckere, leicht säuerliche Note. Zu Hähnchen, Rinderleber oder Steak – der Rhabarber bringt auch herzhaft zubereitet einen hervorragenden Geschmack. Schauen wir aus dem Fenster und denken an den Feierabend in der frühlingshaften Sonne, klingt eine Rhabarberschorle oder ein Cocktail mit Rhabarbersirup auch ziemlich verlockend! Also, ein ziemlicher Alleskönner, der dazu noch besonders kalorienarm, vitamin- und mineralstoffreich ist.

Am Johannitag ist Schluss

Zumindest der Bauernregel nach. Was ist dran am 24. Juni und warum sollten die süß-sauren Stangen anschließend nicht mehr roh verzehrt werden. „Ältere Sorten wiesen nach diesem Datum einen erhöhten Gehalt an Oxalsäure auf. Das ist bei den neuen Sorten nicht mehr ganz so relevant. Saisonende in Deutschland bleibt dennoch um den 24. Juni, denn da tritt die Rhabarberpflanze in den zweiten Wachstumsschub über. Wird im Juli oder später geerntet und die Regenerationszeit nicht eingehalten, bestehen gute Chancen, dass die Ernte im Folgejahr stark eingeschränkt ist,“ klärt uns Rhabarberbauer Nefzger auf. Kleine Anmerkung: Die Oxalsäure ist nur bei übermäßigem Verzehr und bei Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, z.B. Nierenleiden, ein Problem. Wird der Rhabarber gekocht oder bestenfalls mit Milchprodukten kombiniert, ist der Oxalgehalt wesentlich geringer.

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